Die meisten Unternehmen denken erst an Backups, wenn es zu spät ist. Dabei ist die regelmäßige Sicherung Ihrer Server keine optionale Aufgabe, sondern eine Grundvoraussetzung für Geschäftskontinuität und den Schutz vor Datenverlust.
Egal ob Sie ein KMU führen, eine größere Organisation betreuen oder als MSP tätig sind: Eine durchdachte Sicherung Ihrer Server oder der Server Ihrer Kunden schützt vor kostspieliger Downtime und dauerhaftem Datenverlust.
74% der KMU-Inhaber verwalten ihre IT-Sicherheit selbst oder verlassen sich auf ungeschulte Familienmitglieder und Freunde. 26% räumen dabei ein, dass die zuständige Person keine ausreichende Ausbildung hat. (Viking Cloud, 2025)
In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen fünf praktische Tipps für Ihr Server-Backup, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, die zu Ihren Anforderungen, Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen passt.
Eine umfassende Server-Sicherung bietet Ihnen im Falle eines Datenverlusts – etwa durch versehentliches Löschen oder einen Ransomware-Angriff – die besten Chancen auf eine vollständige Wiederherstellung. Im Kern besteht sie aus zwei Elementen: Automatisieren Sie den Backup-Prozess so weit wie möglich und überprüfen und passen Sie ihn regelmäßig an.
In der Praxis bedeutet das:
Nicht alle Daten müssen gleich häufig gesichert werden. Priorisieren Sie Dateien, Datenbanken und Systemkonfigurationen, die für Ihren Betrieb unverzichtbar sind und überprüfen Sie diese Priorisierung regelmäßig, wenn neue Anwendungen oder Ordner hinzukommen.
Das Backup-Ziel kann lokal sein (eine externe Festplatte oder ein Netzwerkspeicher) oder cloudbasiert. Viele Unternehmen setzen heute auf hybride Lösungen, die beides kombinieren. Zahlreiche gesetzliche und branchenspezifische Vorschriften verlangen zudem, dass Unternehmen sowohl lokale als auch externe Backups vorhalten.
Legen Sie einen Zeitplan fest, der den laufenden Betrieb möglichst wenig stört. Geschäftskritische Daten sollten täglich auf lokalem und externem Speicher gesichert werden, weniger kritische Daten wöchentlich. Reicht ein tägliches Backup nicht aus, wechseln Sie zu stündlichen Sicherungen. Automatisieren Sie diesen Schritt konsequent, damit kein Backup versehentlich ausgelassen wird.
16% der KMU sichern ihre Daten überhaupt nicht. (Viking Cloud, 2025)
Führen Sie regelmäßig Test-Wiederherstellungen durch. Viele Unternehmen überspringen diesen Schritt und merken es erst, wenn es zu spät ist. Dabei geht es nicht nur darum, ob das Backup funktioniert, sondern auch darum, dass Sie im Ernstfall wissen, wie Sie Ihre Systeme schnell wieder zum Laufen bringen.
Behalten Sie Ihre Backup-Protokolle im Blick, um sicherzustellen, dass alles reibungslos läuft. Nichts ist ärgerlicher, als wochen- oder monatelang zu glauben, dass alles in Ordnung ist, nur um dann festzustellen, dass zum Beispiel Ihr Backup-Speicher schon lange defekt war.
Wenn eine Backup- und Wiederherstellungsstrategie sorgfältig geplant, durch flexible Technologie unterstützt und ordnungsgemäß verwaltet wird, trennt Ihr Unternehmen nach einem Datenverlust nur noch eines vom Normalbetrieb: die Zeit, die die Wiederherstellung in Anspruch nimmt.
Mehr über den Aufbau einer umfassenden Backup- und Wiederherstellungsstrategie erfahren Sie in unserem Leitfaden für eine effiziente Backup-Strategie.
Ein Datei-Backup enthält alle Dateien und Ordner, die Sie zur Sicherung ausgewählt haben, sowie alle aktuellen Änderungen daran. Es ist die einfachste Form der Datensicherung für die Wiederherstellung. Hier greifen Sie auf das entsprechende Backup-Medium zu und stellen einzelne Dateien oder Ordner gezielt wieder her.
Datei-Backups werden in der Regel in einem komprimierten, proprietären Format gespeichert, für dessen Wiederherstellung die ursprüngliche Backup-Software benötigt wird. Üblicherweise beginnt der Prozess mit einer vollständigen Erstsicherung, gefolgt von regelmäßigen Sicherungen nur der geänderten Daten.
NovaBACKUP verwendet beispielsweise das Incremental Forever-Schema. Jedes Speichermedium enthält den vollständigen Satz der zur Sicherung ausgewählten Dateien, und zum geplanten Zeitpunkt werden ausschließlich die Änderungen auf Datei- oder Blockebene übertragen, ohne dass beim Wiederherstellen eine Backup-Kette zusammengesetzt werden muss.
Dieser Ansatz senkt die Speicherkosten, verkürzt die Backup-Dauer und vereinfacht die Wiederherstellung, denn Sie können verschiedene Dateiversionen einsehen und bei Bedarf auch eine Version von vor mehreren Wochen zurückspielen (sofern in den Aufbewahrungseinstellungen aktiviert).
Ein Image-basiertes Backup, auch Desaster Recovery, Disk-Image- oder System-Image-Backup genannt, erstellt ein vollständiges Abbild Ihres gesamten Systems oder einzelner Partitionen inklusive Betriebssystem, Einstellungen, Anwendungen und Daten. Solche Backups ergänzen reguläre Datei-Backups und werden typischerweise in regelmäßigen Abständen erstellt.
Mit einem Image-Backup stellen Sie Ihren gesamten Server schnell und exakt so wieder her, wie er war, selbst wenn die neue Hardware abweicht. Das ist besonders wertvoll, wenn das komplette System ausgefallen ist. Einige Lösungen speichern das Image als virtuelle Festplatte (VHD/VHD(x)), die sich direkt mit Hyper-V als virtuelle Maschine starten lässt. So gelangen Sie noch schneller an Ihre wichtigen Daten.
Bei der Wahl des richtigen Speichergeräts für Ihre Server-Backups haben Sie viele Möglichkeiten. Wichtig dabei ist, dass es nicht ausreicht, zum Beispiel ein einzelnes NAS einzurichten und es dabei zu belassen. Eine zuverlässige Server-Sicherung nutzt mehrere Backup-Ziele und Speichermedien (mehr dazu im Abschnitt „Hybrides Server-Backup“ weiter unten).
Wählen Sie das Medium, das am besten zu Ihrer Umgebung passt. Für die Sicherung eines einzelnen physischen Servers kann eine direkt angeschlossene Festplatte oder SSD sinnvoller sein als ein High-End-NAS. Entscheidend ist vor allem, dass Ihre Lösung mit wachsendem Speicherbedarf mitwächst.
Hier ein Überblick über gängige lokale Backup-Speicher mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen:
Vorteile: Einfach in der Handhabung, schnelle Datenübertragung, hohe Speicherkapazität, vergleichsweise günstig.
Nachteile: Anfällig für physische Schäden (besonders HDDs) und bei Diebstahl gefährdet. 64% aller Downtime-Ereignisse gehen auf menschliche Fehler zurück, etwa fehlerhafte Geräteverwaltung, Fehlkonfigurationen oder versehentlichen Datenverlust. (ITIC Research, via Expert Insights)
Vorteile: Zentralisierter Datenspeicher mit integrierten Redundanzoptionen.
Nachteile: Höhere Anschaffungskosten und erfordert Fachkenntnisse für Einrichtung und Betrieb.
Wenn Sie tiefer eintauchen möchten, wie NAS Ihrer Backup-Strategie nutzen kann, lesen Sie unseren Praktischen Ratgeber für KMUs: NAS als Backup-Speicher.
Hinweis zu Backup-Appliances: Wenn Ihre Backup-Appliance eigene Software mitbringt, stellen Sie sicher, dass sich weitere Speicherziele, wie etwa Cloud-Speicher, problemlos ergänzen lassen. Nur so erreichen Sie eine rundum solide Backup-Strategie.
Wer Daten ausschließlich lokal sichert, geht ein hohes Risiko ein. Menschliche Fehler, absichtliches Löschen, Naturkatastrophen, Hardwareausfälle oder Malware – jedes dieser Szenarien kann zum dauerhaften Datenverlust führen. Genau hier sind externe und Cloud-Backups unverzichtbar.
Cloud-Backups erstellen eine redundante Datenkopie außerhalb Ihres Standorts und verbessern damit sowohl den Schutz vor lokalen Katastrophen als auch die Zuverlässigkeit der Wiederherstellung. Da die Daten in mehrfach redundanten Speicherinfrastrukturen liegen, können Sie schnell zu einem beliebigen Zeitpunkt zurückkehren ohne zusätzliche Investitionen in Hardware, Software oder Wartung.
Das spricht für Cloud-Backup als Teil Ihrer Server-Backup-Strategie:
Cloud-Backup ist also unverzichtbar, aber auch kein Allheilmittel. Wer sich ausschließlich darauf verlässt, tauscht eine Abhängigkeit gegen eine andere. Die zuverlässigste Lösung kombiniert die Geschwindigkeit lokaler Backups mit der Redundanz eines Cloud-Speichers. Genau das ist das Ziel einer hybriden Backup-Strategie.
Eine der bekanntesten Richtlinien dafür ist die 3-2-1-Regel. Kein Wunder, denn sie ist leicht zu merken und gilt seit Jahren als Musterbeispiel einer zuverlässigen und wiederherstellbaren Backup-Strategie.
Die 3-2-1-Regel besagt, dass jedes lokale Backup durch ein externes Backup ergänzt werden sollte. Dank Cloud-Speicher ist es heute einfacher und günstiger denn je, Daten extern zu lagern und so vor Überschwemmungen, Bränden, anderen Naturkatastrophen und Cyberangriffen zu schützen.
76% der Unternehmen haben bereits einen kritischen Datenverlust erlebt, 45% davon dauerhaft. (Expert Insights, 2025)
NovaBACKUP ermöglicht es, lokale und Cloud-Backups in einem einzigen hybriden Backup-Job zu kombinieren. Das spart Zeit und macht das Backup-Management deutlich effizienter. Gleichzeitig behebt das einen der zentralen Nachteile des reinen Cloud-Backups: die Wiederherstellungsgeschwindigkeit. Lokale Backups lassen sich erheblich schneller einspielen als große Dateien aus der Cloud herunterzuladen, während die Cloud-Kopie Sie selbst dann absichert, wenn Ihr lokaler Speicher kompromittiert wurde.
Möchten Sie mehr über die Kombination aus lokalem und Cloud-Backup und deren Vorteile erfahren? Lesen Sie unser Whitepaper Jenseits der Cloud: Hybride Backups für mehr Datenresilienz bei KMU.
Im Rahmen Ihrer Datensicherheitsstrategie ist es neben der Einrichtung mehrerer Backup-Jobs, die Ihre geschäftskritischen Daten an verschiedenen Orten speichern, unerlässlich, sicherzustellen, dass kein Unbefugter auf diese Daten zugreifen kann. Dies ist angesichts der zunehmenden Ransomware-Angriffe besonders wichtig.
Zwar kann eine Backup-Lösung einen Ransomware-Angriff nicht abwehren, sie kann jedoch verhindern, dass Ihr Unternehmen dadurch in ernsthafte Schwierigkeiten gerät oder gar seinen Betrieb einstellen muss. Denn sie ermöglicht Ihnen, verschlüsselte Daten schnell wiederherzustellen, ohne dass Sie das Lösegeld zahlen müssen.
KMU sind dabei überproportional betroffen: Bei 88% aller KMU-Sicherheitsvorfälle war Ransomware im Spiel, verglichen mit 39% bei größeren Organisationen. (Verizon, 2025)
Um sicherzugehen, dass Sie nach einem Angriff noch auf Ihre Backups zugreifen können, empfehlen sich folgende Maßnahmen:
Bei 30% der Ransomware-Angriffe mit Datenverschlüsselung wurden die Daten zusätzlich gestohlen. (Sophos, Ransomware Report 2023)
Die Wahl der richtigen Backup-Software kann über den Erfolg Ihrer gesamten Datensicherungsstrategie entscheiden. Angesichts der vielen Optionen auf dem Markt, wie findet man die passende?
Neben den bereits genannten Punkten sollten Sie folgende Faktoren im Blick haben:
Betrachten Sie diese Liste als Einstiegspunkt, und je nach Ihrem Unternehmen haben Sie möglicherweise noch viele weitere Anforderungen zu berücksichtigen.
Die richtige Backup-Lösung kann den Unterschied zwischen einer schnellen Wiederherstellung und dauerhaftem Datenverlust ausmachen. Handeln Sie, bevor der Ernstfall eintritt. Buchen Sie jetzt ein Beratungsgespräch mit unseren Backup-Experten und entwickeln Sie eine Strategie, die genau zu Ihrem Unternehmen passt.
Eine zuverlässige Datensicherungsstrategie muss nicht überwältigend sein, aber sie braucht einen durchdachten, mehrschichtigen Ansatz. Wer seine kritischen Daten kennt, die richtige Kombination aus lokalem und Cloud-Speicher wählt, Backups regelmäßig testet und gegen Bedrohungen wie Ransomware absichert, gibt seinem Unternehmen die bestmögliche Ausgangslage für eine schnelle Wiederherstellung nach einem Datenverlust.
Kein Unternehmen gleicht dem anderen. Der richtige Backup- und Wiederherstellungsplan sieht je nach Größe, Branche und Anforderungen anders aus. Wichtig ist, dass eine Strategie vorhanden ist und dass sie regelmäßig überprüft und angepasst wird, wenn das Unternehmen wächst.
42% der MSPs geben an, dass Desaster Recovery das Wachstum ihres Unternehmens antreibt. (ScalePad, 2023)
Bei NovaBACKUP haben wir Unternehmen jeder Größe dabei unterstützt, zuverlässige Backup-Lösungen aufzubauen, die genau zu ihrer Umgebung passen. Buchen Sie ein Beratungsgespräch mit unseren Backup-Experten und entwickeln Sie eine Datensicherungsstrategie, die wirklich zu Ihrem Unternehmen passt.